Mit diesen 3 Schritten kannst du dich von negativen Glaubenssätzen befreien

Negative Glaubenssätze machen dir das Leben schwer.

Negative Glaubenssätze machen dir das Leben schwer. Bleischwer.

 

Hast du schon einmal geglaubt, dass du unattraktiv bist?

 

Wenn du das glaubst, dann fühlst du dich Anderen gegenüber unsicher und unterlegen.

 

Das Heimtückische ist, dass dein Gehirn alles dafür tut, um deinen Glaubenssatz Ich bin unattraktiv zu bestätigen.

 

Du triffst einen interessanten Mann, mit dem du dich gerne unterhalten würdest. Er fängt kein Gespräch mit dir an. Du schließt daraus, dass er dich nicht anziehend findet. Du verstehst die Situation als Beweis dafür, dass du nicht attraktiv bist.

 

Wenn du glauben würdest, dass du bezaubernd bist, dann würdest du die Situation anders interpretieren. Du würdest ihm vielleicht unterstellen, dass er eingeschüchtert von dir ist. Dass er sich nicht traut, ein Gespräch mit dir anzufangen. Du würdest dieselbe Situation als Beleg für deine Attraktivität nehmen.

 

Du verwendest deine Erfahrungen, um deine Glaubenssätze zu bestätigen. Deshalb haben deine Gedanken große Macht darüber, ob du dein Leben fantastisch oder fürchterlich findest.

 

Du kannst dein Leben auf den Kopf stellen. Ohne Umzug. Ohne Berufswechsel. Ohne Trennung. Ohne neuen Partner. Ohne neue Frisur. Wenn du dein Denken veränderst, verändert sich deine ganze Welt.

 

Wer nach außen schaut, träumt. Wer nach innen schaut, erwacht. - C.G. Jung

 

Stell dir vor, das nächste Mal, nachdem du einen interessanten Mann getroffen hast, hältst du dich für attraktiv. Völlig unabhängig davon, wie er sich dir gegenüber verhalten hat.

Schritt 1: Hol deine dunklen Gedanken ans Tageslicht

Wenn du deine negativen Glaubenssätze ändern möchtest, dann musst du sie zuerst wahrnehmen. Das ist ein bisschen wie ein Gang in den Keller. Aber keine Angst, du hast eine Taschenlampe dabei.

 

Jedes Urteil, das du fällst, jede Bewertung, ist ein Glaubenssatz. Hier sind einige Beispiele:

 

Erfolg muss man sich verdienen.

Die Welt ist schlecht.

Wer seine Ellenbogen nicht einsetzen kann, geht unter.

Das Leben ist anstrengend.

Die Menschen sollten nicht nur an sich denken.

 

Es ist wichtig, was Andere von mir denken.

Mich mag sowieso niemand.

Meine Chefin mag mich nicht.

Sie redet hinter meinem Rücken über mich.

Sie sollte mich befördern.

Meine Kollegen schließen mich aus.

 

Wenn ich mich beeile, bin ich schneller.

Die Zeit rennt.

Ich verpasse etwas.

 

Mit mir stimmt etwas nicht.

 

Ich bin zu dick.

Ich werde nie abnehmen.

Wenn ich schlanker wäre, wäre ich glücklicher.

Ich bin eine Versagerin, weil ich es nicht schaffe abzunehmen. 

Meine Kolleginnen lästern über mich, weil ich zugenommen habe.

So erkennst du deine negativen Glaubenssätze

Wenn du dich schlecht fühlst, dann setze dich hin und frage dich: Wie fühlst du dich? Bist du ärgerlich? Ängstlich? Deprimiert? Schreibe auf, was dein Problem ist. Schreibe aus dem Gefühl heraus auf, was dich stört. Lass das Gefühl sprechen.

 

Beispiel: Du kommst nach Hause und siehst, dass die Küche aussieht wie nach einer Plünderung. Du ärgerst dich. Du setzt dich hin und schreibst auf, was dein Problem ist:

 

Ich bin sauer, weil mein Mann mir nicht hilft. Ich muss alles alleine machen. Er sollte die Hälfte der Hausarbeit übernehmen. Ich habe es satt, dass immer ich die ganze Arbeit machen muss. Das Leben ist nicht fair.

 

Voilà, das ist deine Liste von Glaubenssätzen.

 

Bei den Sätzen, die mit einem Gefühl anfangen, kannst du den zweiten Teil, der dein Urteil enthält, als Glaubenssatz nehmen. Also:

Ich bin sauer, weil mein Mann mir nicht hilft. → Mein Mann hilft mir nicht.

Ich habe es satt, dass ich immer die ganze Arbeit machen muss. → Ich muss immer die ganze Arbeit machen.

 

Du kannst deine Glaubenssätze auch im Nachhinein aufschreiben.

 

Beispiel: Im Büro warst du deprimiert, weil deine Kollegen ohne dich Mittagessen gegangen sind. Als du nach Hause kommst, setzt du dich hin und erinnerst dich an die Situation. Du siehst vor deinem inneren Auge, wie du ins leere Büro kommst. Du fühlst, wie die Energie aus deinem Körper weicht. Du fühlst die Schwere auf der Brust. Du bist deprimiert. Jetzt schreibst du auf, was in der Situation dein Problem war:

 

Ich bin traurig, weil meine Kollegen mich nicht fragen, ob ich mit zum Essen komme. Sie schließen mich aus. Sie sollten freundlicher zu mir sein. Ich weiß genau, dass Mark mich nicht mag. Sie wollen mir eins auswischen. Ich gehöre nicht dazu.

Wenn du deine Glaubenssätze schon kennst

Bist du dir auch ohne konkrete Situation darüber im Klaren, welchen negativen Gedanken du glaubst? Zum Beispiel: Ich habe Pech mit Männern. Dann mach es andersherum. Wie fühlst du dich, wenn du das glaubst? In welcher Situation war dieser Gedanke für dich besonders präsent? Vielleicht gibt es zahlreiche, ähnliche Situationen. Wähle eine aus.

 

Als ich Jan kennengelernt habe und er mir nach unserem ersten gemeinsamen Abend gesagt hat: Ich bin übrigens verheiratet. Das war wie ein Schlag in die Magengrube.

 

Das ist ein konkreter Moment, in dem du vielleicht geglaubt hast: Ich habe Pech mit Männern.

 

Oder dein Glaubenssatz ist: Meine Mutter kritisiert mich ständig. Wähle eine konkrete Situation, in der du glaubst, dass sie dich kritisiert hat. Wann hat dich das besonders gestresst?

 

Kurz vor unserer Trauung hat meine Mutter zu mir gesagt: Meine Güte, Kind, du wirkst so kalt. Als ob dich das gar nichts angeht.

 

Du hast jetzt einen negativen Glaubenssatz oder eine ganze Liste. Und du hast eine konkrete Situation, in der du das geglaubt hast. Damit hast du den ersten Schritt getan, um dich von deinen negativen Glaubenssätzen zu befreien!

 

Nun kannst du die Glaubenssätze einen nach dem anderen untersuchen.

Schritt 2: Wie du dich mit The Work of Byron Katie von negativen Glaubenssätzen befreien kannst

In meiner Coaching-Praxis arbeite ich mit der Methode The Work of Byron Katie, weil sie meiner Erfahrung nach genial funktioniert.

 

Durch die Untersuchung deiner Glaubenssätze

  • fühlst du, welche Folgen diese Gedanken für dein Leben haben
  • Du erhaschst einen flüchtigen oder langen Blick darauf, wie dein Leben wäre, wenn du das nicht glauben würdest.
  • Du schaust dir neue Perspektiven auf deine Situation an. Du probierst sie an, wie ein neues Paar Schuhe und läufst testweise einige Schritte in ihnen.

Ich lasse meine Überzeugungen nicht los—ich untersuche sie. Dann lassen sie mich los. - Byron Katie

 

Du kannst deine Glaubenssätze nicht aktiv loswerden. Du kannst sie dir bewusst machen und untersuchen. Dadurch verlieren sie nach und nach ihre Macht über dich.

 

Da deine Überzeugungen deine ganze Weltsicht bestimmen, kann der Effekt dramatisch sein. Deine ganze Welt ändert sich. Dabei arbeitest du nur mit deinen Gedanken.

Mit The Work of Byron Katie kannst du deine negativen Glaubenssätzen untersuchen und dich davon befreien.

 

Ich zeige dir an einem Beispiel aus meinem Leben, wie man die Methode anwendet.

 

Ich habe mich früher geschämt, weil mein Körper zu schwabbelig war. Mein Glaubenssatz war: Mein Körper ist zu schwabbelig.

 

Um diesen Gedanken zu untersuchen, finde ich zuerst eine Situation, in der ich mich deswegen schlecht gefühlt habe.

 

Ich schließe die Augen und warte, welche Bilder ich sehe. Aha. Ich sehe mich, wie ich in einem Kaufhaus in der Umkleidekabine stehe und einen Bikini anprobiere. Ich sehe mich in dem Bikini im Spiegel. Das ist meine Situation.

 

Jetzt frage ich mich: Ist das in dieser Situation wahr? Mein Körper ist zu schwabbelig? Diese Frage ist wie eine kleine Meditation. Ich schließe die Augen und schaue mir die Szene vor meinem geistigen Auge an. Ich stehe im Bikini vorm Spiegel.

 

Ja oder nein, mein Körper ist zu schwabbelig? Mir gehen Argumente dafür und dagegen durch den Kopf. Ich bin an der Antwort meiner inneren Stimme interessiert. Was ist meine Wahrheit? Was sagt mein Bauch? Ja. Mein Körper ist zu schwabbelig.

 

Kann ich das ganz sicher wissen? Dass mein Körper zu schwabbelig ist? Wieder schließe ich die Augen und höre in mich hinein. Meine Antwort ist nein. Das kann ich nicht sicher wissen.

 

Wie reagiere ich und was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube? Mein Körper ist zu schwabbelig?

 

Mir wird heiß. Die Umkleidekabine kommt mir eng vor. Ich verabscheue mein Spiegelbild. Ich möchte weit weg sein.

 

Ich schaue immer wieder auf meinen Bauch, meinen Po, meine Arme und finde sie schrecklich. Ich schaue mir die Dellen in meiner Haut an. Sie werden groß und vorherrschend, ich sehe nur noch Dellen und Fett.

 

Ich sehe, wie die Hose des Bikinis in meine Hüften einschneidet. Ich bin unruhig und gestresst. Ich finde mich hässlich. Ich habe jetzt schon Angst davor, wie es wird, in diesem Bikini ins Schwimmbad zu gehen. Ich mag meinen Körper nicht und wäre gerne anders.

 

Mir fällt eine Situation aus der Vergangenheit ein. Ich stand mit 18 Jahren im Urlaub in Unterwäsche vorm Spiegel und meine Mutter hat zu mir gesagt: Du hast ganz schön zugenommen. 

 

Puh, sich anzuschauen, was der Gedanke für Folgen hat, ist nicht unbedingt angenehm. Aber es geht einfach darum, Ursache und Wirkung wahrzunehmen. Gedanke und Reaktion. Es geht nicht darum, sich Vorwürfe zu machen.

 

Es ist wichtig, die negativen Gefühle, die mit diesen Gedanken und Bildern verbunden sind, einmal richtig wahrzunehmen. Dann können sie später umso leichter abfließen.

 

Die nächste Frage beinhaltet einen Perspektivwechsel. Wer bin ich ohne diesen Gedanken? Wer wäre ich in dieser Umkleidekabine ohne den Gedanken Mein Körper ist zu schwabbelig? Ich stelle mir vor, dass ich das nicht denken könnte. Dafür brauche ich einen Moment Zeit. Ich schließe die Augen und sehe mir die Szene nochmal an.

 

Ohne den Gedanken sehe ich, dass ich einen starken, schönen Körper habe mit langen Armen und Beinen. Ich sehe, dass mein Körper gut ist, wie er ist. Ich sehe, dass der Bikini einschneidet und dass ich eine größere Größe anprobieren könnte.

 

Ich bin ruhiger. Ohne den Gedanken gibt es kein Problem. Ich stehe in der Umkleidekabine und schaue in den Spiegel. Ich sehe das Bild einer Frau in einem Bikini. Es ist still.

 

Indem ich den Gedanken mit den vier Fragen untersuche, lerne ich, welche Folgen es hat, wenn ich ihn glaube. Ich muss nicht versuchen, den Gedanken absichtlich loszulassen. Ich muss mir auch keine Mühe geben, damit ich nicht auf eine heiße Herdplatte fasse. Ich habe gelernt, dass das weh tut. Deshalb lasse ich das ganz automatisch.

Schritt 3: Vom Tunnelblick zum Panorama

Wenn ich den Glaubenssatz mit den vier Fragen untersucht habe, meinen Blickwinkel zu erweitern. Ich drehe den Gedanken um: Mein Körper ist nicht zu schwabbelig. Wie ist das auch wahr? Was ist ein Beispiel dafür, dass mein Körper nicht zu schwabbelig ist?

 

Mein Körper ist nicht zu schwabbelig.

  • Ich passe in den Bikini. Ich brauche keine Sondergröße, sondern mir passt ein ganz normaler Bikini.
  • Zu schwabbelig wofür? Er ist nicht zu schwabbelig, um dort in der Umkleidekabine zu stehen. Um zu atmen. Um schwimmen zu gehen. Um Treppen zu steigen. Um joggen zu gehen. Zu tanzen. Sex zu haben. Mein Körper ist nicht zu schwabbelig, weil er mir erlaubt zu leben. Er macht alles mit. 
  • Er ist nicht zu schwabbelig, um einen Bikini zu tragen. Wenn ich wirklich glauben würde, dass er zu schwabbelig ist, würde ich keinen Bikini kaufen.
  • Ich habe in dem Moment eine Idealvorstellung im Kopf, ein Wunschbild davon, wie ich meinen Körper gerne hätte. In dieser Idealvorstellung ist mein Körper dünner und straffer und schmaler. In Wahrheit ist mein Körper nicht zu schwabbelig, sondern mein Wunschbild passt nicht zur Realität. Es tut weh zu glauben, dass ich den falschen Körper habe.

Wenn du der Wirklichkeit widersprichst, verlierst du—jedes Mal zu hundert Prozent. - Byron Katie.

 

Eine weitere Art, diesen Gedanken umzudrehen, ist: Mein Körper ist nicht schwabbelig genug. Wie kann das wahr sein?

 

Mein Körper ist nicht schwabbelig genug.

  • Er ist nicht schwabbelig genug, als dass ich ernsthaft versuchen würde abzunehmen.
  • Mir hat noch nie jemand anderes gesagt, dass ich schwabbelig bin. Dafür ist mein Körper nicht schwabbelig genug.
  • Er ist nicht schwabbelig genug, damit ich keinen Bikini kaufe und nicht schwimmen gehe.

Mein Denken über meinen Körper ist schwabbelig.

  • Ich stelle mir vor, wie ich in diesem Bikini ins Schwimmbad gehe und mich schäme. In diesen inneren Bildern in meinen Gedanken habe ich einen schwabbeligen Körper. Sie sind nicht real, denn in Wirklichkeit stehe ich in der Umkleidekabine.
  • Ich konzentriere mich auf meine vermeintlichen Makel, die immer größer werden. Ich habe Bilder von meinen Dellen und meinem Fett im Kopf.
  • Mir ist eine Situation aus der Vergangenheit eingefallen, als ich 18 war. Auch in dieser Erinnerung ist mein Körper schwabbelig. Mehr schwabbeliges Denken. Nicht real! Ich stehe in einer Umkleidekabine und bin keine 18 Jahre mehr.

Oft ergibt sich aus den umgedrehten Gedanken oder den Beispielen etwas, das ich gerne ändern würde. Für mich ist das in diesem Fall: Ich möchte Kleidung tragen, die mir wirklich passt. Ich möchte keine Kleidung tragen, die einschneidet und in der ich mich deshalb nicht wohlfühle. Hier findest du mein Plädoyer für bequeme Kleidung.

 

Als ich gefühlt habe, was mein Körper mir alles erlaubt, war ich sehr dankbar. Ich möchte mehr wertschätzen, was ich alles durch und mit meinem Körper machen kann. Er macht dieses Leben erst möglich!

 

Durch das Umdrehen des Gedanken werden mir neue Perspektiven bewusst. Ich sehe die Welt mal probeweise durch eine andere Brille und finde Belege dafür, dass das auch eine vernünftige Sichtweise ist. Das kann anfangs ungewohnt und auch anstrengend sein.

 

Neue Wege zu gehen ist anfangs anstrengend. Es ist viel leichter, die Welt weiter durch die Brille der alten Überzeugungen zu betrachten. Wenn du zufriedener sein möchtest, dann nimm diese Anstrengung auf dich. Es lohnt sich so sehr.

 

Für mich hat diese Arbeit nach und nach meine ganze Welt verändert. Ich fühle mich heute so wohl in meinem Körper. Ich bin so dankbar für meinen Körper. Er trägt mich überall hin. Jeden Tag. Er hat ein Kind geboren. Und er ist auch noch schön und schlank. Ich liebe meinen Körper! 

Auf die Plätze, fertig, los!

Hier kommt die praktische Anleitung, um dich von negativen Glaubenssätzen zu befreien

Setz es um: 4 Fragen und die Umkehrungen

Wenn du deine negativen Glaubenssätze ändern möchtest, dann kannst du alleine daran arbeiten oder du kannst dir einen Coach suchen, der dich dabei unterstützt.

 

Wenn du alleine daran arbeiten möchtest, dann kannst du folgendermaßen vorgehen.

 

Mach dir eine oder mehrere deiner blockierenden Überzeugungen bewusst. Was denkst du über deinen Körper? Über andere Menschen? Über das Leben? Das ist der erste, wichtige Schritt:

 

Schritt 1: Schreibe eine Situation auf, in der du dich schlecht gefühlt hast. Schreibe auf, was du in diesem Moment geglaubt hast.

Ich habe dir im ersten Teil des Artikels eine Anleitung gegeben, wie du Schritt 1 praktisch umsetzen kannst.

 

Das sind zwei Probleme, die auftreten können:

 

Du denkst: Ich habe gar keine negativen Gedanken.

 

Hab ein bisschen Geduld mit dir. Du kannst nicht unzufrieden sein und keine negativen Gedanken haben. Gedanken sind so allgegenwärtig wie die Luft, die wir atmen. Das macht sie anfangs schwer zu bemerken. Studien zufolge haben wir täglich ungefähr 60.000 Gedanken. Die wenigsten davon sind uns bewusst.

 

Was denkst du über deine Mutter? Deinen Vater? Deinen Partner? Dein Kind? Gibt es einen Körperteil an dir, mit dem du nicht 100%ig zufrieden bist? Was denkst du über dieses Körperteil? Schreib es auf.

 

Vielleicht stellst du auch fest, dass du wahnsinnig viele negative Gedanken hast. Du fühlst dich überfordert. Wo sollst du anfangen? Das kann überwältigend sein. Fang einfach mit einem Gedanken an.

 

Du musst nicht alle bearbeiten. Schon einer wird einen Unterschied machen. Lass dich nicht entmutigen. Das ist dein innerer Schweinehund, für den es einfacher und bequemer ist, wenn du gar nicht erst anfängst.

Schritt 2: Wähle einen Glaubenssatz und untersuche ihn mit den vier Fragen.

Dann beantworte die folgenden Fragen der Reihe nach. Betrachte sie als Meditation. Lass dir Zeit. Schreibe deine Antworten auf! Nur so wirst du dir wirklich bewusst über deine Gedanken. Außerdem hilft dir das wirklich bei den Fragen zu bleiben.

  1. Ist das wahr? (Ja oder Nein.)
  2. Kannst du das mit absoluter Sicherheit wissen? (Ja oder Nein)
  3. Wie reagierst du und was passiert, wenn du den Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?

Schritt 3: Erweitere deinen Blickwinkel. Dreh deinen Glaubenssatz um und finde Beispiele dafür, dass jede Umkehrung auch wahr ist.

Du kannst deinen Glaubenssatz auf verschiedene Weisen umdrehen. Je nach Satz gibt es wenige oder viele Möglichkeiten, ihn umzudrehen. Ein paar Beispiele:

 

Mein Bauch ist dick. → Mein Bauch ist dünn.

Mein Bauch ist dick. → Mein Kopf (Mein Denken über meinen Bauch) ist dick.

 

Er hört mir nicht zu. → Er hört mir zu.

Er hört mir nicht zu. → Ich höre mir nicht zu.

Er hört mir nicht zu. → Ich höre ihm nicht zu.

 

Sie kritisiert mich. → Sie lobt mich.

Sie kritisiert mich. → Sie akzeptiert mich.

Sie kritisiert mich. → Ich kritisiere mich.

Sie kritisiert mich. → Ich kritisiere sie.

 

Sei darauf gefasst, dass dein Verstand sich beschwert und dir erzählt, dass das Schwachsinn ist: Diese Umkehrung macht überhaupt keinen Sinn! Das ist normal. Dein Verstand macht seinen Job. Kurzfristig gesehen ist es am energiesparendsten und bequemsten wenn du deine alten Überzeugungen behältst.

 

Kennst du diese 3D-Bilder, bei denen man nur chaotische bunte Muster sieht? Bis plötzlich eine Figur ganz klar in 3D erscheint? So kann es mit den Umkehrungen auch sein. Sei offen dafür.

 

Hab Geduld. Schließe die Augen. Es ist okay, wenn das nicht sofort klappt. Du möchtest etwas Neues entdecken. Etwas, das dir bisher verborgen geblieben ist. Wie kann die Umkehrung wahr sein? Wie wäre das gut für dich?

 

Nachdem du deinen Glaubenssatz auf verschiedene Weisen umgedreht hast und für jede dieser Umkehrungen Beispiele gefunden hast, die für dich stimmig sind, frag dich: Wie fühlst du dich? Lies nochmal den Gedanken, mit dem du gestartet bist. Dann lies deine umgedrehten Versionen des Gedanken. Welche fühlt sich jetzt am wahrsten für dich an?

Meine Gedanken verschwinden nicht - mache ich etwas falsch?

Es gibt einen Unterschied zwischen denken und glauben. Erwarte nicht, dass du keine Gedanken mehr hast. Gedanken sind harmlos. Erst wenn du einen Gedanken glaubst, kann er weh tun.

 

Glaube nicht alles was du denkst. - Byron Katie.

 

Manche Glaubenssätze musst du nur einmal untersuchen und sie lassen dich los. Andere sitzen fest wie eine rostige Schraube. Du untersuchst sie und sie lassen dich eine Weile in Frieden. Dann sind sie wieder da.

 

Du untersuchst sie wieder und sie lösen sich. Bis sie dich ganz loslassen musst du sie vielleicht häufiger untersuchen. Jede Untersuchung macht dich in diesem Moment freier.

Lass uns in Kontakt bleiben

Wie funktioniert die Methode The Work of Byron Katie für dich? Konntest du dich aus dem Griff schmerzhafter Glaubenssätze befreien? Wo bist du stecken geblieben? Erzähle mir in den Kommentaren davon.

 

Wenn du möchtest, dass ich dich dabei unterstütze, dich von deinen negativen Glaubenssätzen zu befreien, dann melde dich zu meinem Newsletter an. Als Dankeschön bekommst du meinen kostenlosen E-Mail-Minikurs an, mit dem du deine Gedanken besser kennen lernst.

Melde dich zum Newsletter an und als Dankeschön erhältst du den kostenfreien 7-Tage-E-Mail-Kurs!

Du meldest dich zum Kurs und zum Newsletter an. Zur Datenschutzerklärung.

Das könnte dich auch interessieren


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Mena (Dienstag, 11 Dezember 2018 20:52)

    Sehr verständlich geschrieben und wunderbar erklärt. In ganz vielen Passagen habe ich mich wiedergefunden. The Work hat auch mich zu einem anderen Menschen gemacht.