Dauerhaft abnehmen: Darauf kommt es an!

Möchtest du endlich abnehmen und weißt nicht wie? Du hast schon viele Diäten ausprobiert. Jede neue Diät hast du motiviert angefangen. Du hast eingekauft und vorgekocht. Anfangs hast du durchgehalten und vielleicht auch abgenommen. Aber irgendwann bist du zu deinen alten Gewohnheiten zurückgekehrt und hast wieder zugenommen. Du bist frustriert und glaubst nicht daran, dass du dauerhaft abnehmen kannst? In diesem Artikel erfährst du, was du berücksichtigen musst, wenn du dauerhaft abnehmen möchtest.

Was dich daran hindert dauerhaft abzunehmen

Zitat von Cameron Russell. Schlanksein macht nicht glücklich.

Wenn du dich zu dick fühlst, ist das sehr unangenehm. Ich erinnere mich noch gut daran. Die Unzufriedenheit, wenn du dich im Spiegel siehst. Dieses Ziehen im Bauch, bevor du dich auf die Waage stellst. Das Gefühl, dass du nichts anzuziehen hast, das dich wirklich gut aussehen lässt. Kein Wunder, dass du endlich abnehmen möchtest.

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du eigentlich zwei Dinge gleichzeitig möchtest. Erstens möchtest du dauerhaft abnehmen und endlich deine Traumfigur haben. Und zweitens möchtest du dich besser fühlen. Du willst dich auch schlank fühlen, stolz auf dich sein und möchtest, dass andere dich für deine schöne Figur bewundern.

 

Hier ist ein Problem versteckt. Schlank sein und sich schlank fühlen sind überhaupt nicht dasselbe! Um sich besser zu fühlen, reicht es nicht aus abzunehmen. Wenn du nicht deine Sichtweise auf dich und deinen Körper änderst, dann wirst du nicht glücklicher. Viele Models sind total unsicher. Wirklich!

 

Cameron Russell ist ein erfolgreiches Model. Sie ist zum Beispiel für Victoria’s Secret gelaufen. Sie sagt: “Wenn du dich jemals gefragt hast: Wenn ich dünnere Oberschenkel und glänzendere Haare hätte, wäre ich dann glücklicher? Du musst nur eine Gruppe Models treffen, denn sie haben die dünnsten Oberschenkel und die glänzendsten Haare und die coolsten Klamotten und sie sind die körperlich unsichersten Frauen auf diesem Planeten.”

 

Vielleicht denkst du, dass du glücklicher wärst, wenn du nur dein Traumgewicht erreicht hättest, schlanker wärst, fitter und straffer. Entspricht das dem, was du bisher erlebt hast? Gab es eine Zeit in deinem Leben, in der du dein Figurziel erreicht hattest? Die Diät hatte funktioniert und du hast abgenommen. Wie hast du dich gefühlt? Warst du glücklich und zufrieden?

 

Wenn ich mich daran erinnere, dass ich abgenommen hatte, dann erinnere ich mich vor allem daran, dass ich sofort Angst hatte, dass ich wieder zunehme. Ich war immer noch gestresst. Ich war immer noch unsicher. Es hat nie gereicht. Ich wollte eigentlich noch schlanker sein. Du kannst also schlank werden, deine Traumfigur haben, aber immer noch unglücklich sein. Eine Diät hilft dir nicht dabei, glücklicher zu werden!

 

Die Chancen sind hoch, dass du dich selbst viel kritischer siehst, als es nötig ist. Das Unternehmen Dove hat einen interessanten Versuch gemacht, um deutlich zu machen, dass Frauen sich oft zu negativ sehen. Du kannst ihn dir im folgenden Video anschauen.

Das Video macht das Selbstbild der Frauen sichtbar. Sie denken, dass sie sich realistisch sehen. Aber in Wirklichkeit haben sie ein negatives Bild von sich. Jede von uns hat ein Selbstbild. Dieses Bild ist nicht objektiv. Die psychologische Forschung zeigt sogar, dass wir gar kein reales Bild von uns haben können. Das heißt, dass es für das Bild, das wir von uns haben, gar nicht so wichtig ist, wie wir aussehen, sondern wie wir denken, dass wir aussehen.

 

Ist das nicht schade, wie die Frauen im Video sich auf ihre vermeintlichen Makel konzentrieren? Bist du eine von ihnen? Ich weiß, du glaubst immer noch: Aber meine Oberschenkel sind wirklich zu dick. Ich muss eine Diät machen und endlich abnehmen.

 

Als ich mit meinem Körper nicht zufrieden war, hatte ich an quasi jedem Körperteil etwas auszusetzen. Ich fand mein Gesicht zu breit. Meinen Hinterkopf zu flach. Meine Haare zu dünn. Meine Schultern zu sehr nach vorne hängend. Meinen Rücken zu breit. Meinen Bauch und meine Oberschenkel zu dick. Meine Knie zu knubbelig. Meine Füße zu groß. Insgesamt fand ich meine Figur zu massiv. Ich fand mich dick und unattraktiv. Wie meinst du habe ich mich mit diesem Selbstbild gefühlt?

 

Was wir über uns denken, ist wie eine Brille, die wir tragen. Stell dir vor, dass du eine Brille mit dunkelgrau getönten Gläsern aufsetzt. Alles wird dunkler und grauer. Wahrscheinlich merkst du, wie deine Stimmung davon beeinflusst wird.

Nur deine negativen Gedanken halten dich davon ab, deine strahlende Schönheit zu erkennen.

Um dich besser zu fühlen, musst du die Sichtweise auf dich und deinen Körper ändern. Du musst die Brille putzen, durch die du dich selbst und die Welt siehst. Wenn diese Brille glasklar ist, dann wirst du deine Schönheit sehen. Auch wenn du dir das momentan nicht vorstellen kannst. Nur deine negativen Gedanken halten dich davon ab, deine strahlende Schönheit zu erkennen.

 

Solange du deinen Körper nicht magst, ihn ablehnst und dich vielleicht sogar für ihn schämst, sabotierst du dich selbst. Du bist unsicher, gestresst, frustriert. Was ist da naheliegender als sich mit Essen zu trösten? Wenn du deinen Körper negativ siehst, kannst du nicht zufrieden und glücklich sein.

 

Wenn du dich entscheiden müsstest, was wäre dir wichtiger: Möchtest du schlank und unglücklich sein wie ein Model (erinnere dich an Cameron Russell) oder möchtest du rundum glücklich und zufrieden sein mit genau dem Körper, den du jetzt hast? Triff eine klare Wahl, was dir jetzt wichtiger ist, wenn du dir eine dieser zwei Varianten aussuchen kannst.

Wie geht das nun? Dauerhaft Abnehmen und sich besser fühlen?

Ich schlage dir vor, dass du deine Herangehensweise änderst. Ich will dich nicht davon abbringen abzunehmen. Aber kümmere dich zuerst um deine Einstellung! Lerne deinen Körper zu akzeptieren und zu lieben. Ja, das klingt ein bisschen abgedroschen und momentan siehst du noch nicht, wie du das machen sollst. Aber es wird dich glücklich machen! Und ist das nicht das Entscheidende?

 

Werde zuerst zufrieden und akzeptiere deinen Körper so wie er ist. Dann kannst du immer noch abnehmen. Es wird dann viel leichter gehen, weil du dich ohnehin gut fühlst. Du machst dich nicht mehr selbst runter und musst auch nicht mehr aus Frust essen. Damit sind schon zwei große Hindernisse aus dem Weg geräumt.

 

Wenn du deinen Körper akzeptierst, wie er ist, nimmst du vielleicht sogar ganz von allein ab und weißt gar nicht wieso. Ich habe innerhalb eines Jahres 12 kg abgenommen, ohne meine Ernährung umzustellen oder mehr Sport zu machen. Ich habe einfach ein paar Aha-Erlebnisse gehabt und hart an meinem Selbstbild gearbeitet.

 

Dann war mir mein Gewicht nicht mehr so wichtig. Ich habe meinen Körper gemocht, wie er war. Ich habe mich wohl gefühlt. Ich habe nicht mehr übers Essen nachgedacht. Ich habe mich nicht mehr gewogen. Meine Hosen wurden weiter. Meine Mutter hat mich darauf hingewiesen, dass ich ziemlich schlank geworden bin. Als ich mich gewogen habe, war ich total erstaunt, dass ich wirklich so viel abgenommen hatte. Ich hatte seitdem nie wieder Probleme mein Gewicht zu halten. Sogar nach der Geburt meines Sohnes hatte ich mein altes Gewicht schnell wieder.

 

Aber viel wichtiger ist: Ich fühle mich so wohl in meiner Haut! Wenn meine Hose mal etwas enger sitzt, dann stresst mich das nicht. Das ist der entscheidende Unterschied zu früher.

 

Vielleicht willst du gar nicht mehr abnehmen, wenn du gelernt hast deinen Körper zu lieben. Du hast deine Traumfigur bereits. Vielleicht stellst du fest, dass du bereits schlank bist und einfach zu hart mit dir warst. Oder du stellst fest, dass du überhaupt nicht schlank sein musst, um perfekt zu sein. Wer sagt denn, dass nur Schlanke schön sind? In jedem Fall kannst du dich in deinem Körper wohlfühlen, wenn du ihn annimmst, wie er ist. Und Essen hat nicht mehr solche Macht über dich.

 

Der erste Schritt dorthin ist, deine Gedanken besser kennen zu lernen. Studien zeigen, dass uns ca. 60.000 Gedanken am Tag durch den Kopf schwirren. Im Durchschnitt sind davon nur ca. 3% positiv. Die meisten dieser Gedanken sind uns nicht bewusst. Im ersten Schritt holst du ein paar davon ans Tageslicht.

Was ist der wahre Grund, warum du abnehmen willst?

Wenn du dauerhaft abnehmen willst, musst du deine Gedanken kennen lernen. Studie zur Anzahl der Gedanken pro Tag.

Warum willst du eigentlich abnehmen? Um schlank zu sein, okay. Und schön. Und warum willst du schlank und schön sein? (Mal davon abgesehen, dass ich jede Wette eingehe, dass du bereits schlank und schön bist. Genau jetzt.) Also, warum willst du abnehmen?

 

Wahrscheinlich fallen dir solche Gründe ein: Du möchtest attraktiver sein. Du möchtest, dass dir deine Klamotten wieder passen. Du möchtest gesünder sein.

 

Selbst wenn du aus gesundheitlichen Gründen abnehmen möchtest, wolltest du wahrscheinlich auch schon zu einem Zeitpunkt abnehmen, als du noch gar keine gesundheitlichen Probleme hattest. Warum wolltest du damals abnehmen? Warum möchtest du attraktiver sein?

 

Als ich früher abnehmen wollte, habe ich mich dafür geschämt, wie ich aussah. Ich dachte, dass andere Menschen mich zu dick finden. Ich hatte Angst, dass sie auf mich herabschauen und mich bemitleiden. Dass sie mich dafür verachten, dass ich es nicht schaffe abzunehmen. Dass sie mich unattraktiv und sogar hässlich finden.

 

Ich dachte, dass niemand wirklich mit mir zusammen sein möchte. Ich hatte Angst, dass andere Menschen mich hinter meinem Rücken auslachen und über mich lästern. Dass sie mich abstoßend finden und dass sie nichts mit mir zu tun haben wollen.

 

Erkennst du dich darin wieder? Meine Erfahrung ist, dass die allermeisten Menschen abnehmen wollen, weil sie sich nicht abgelehnt fühlen möchten. Was sind deine wahren Gründe, warum du abnehmen möchtest? Die Gründe, die du findest, sind nicht unbedingt angenehm. Vielleicht ist es dir peinlich, dir einzugestehen, was du denkst. Diese Gründe, deine Gedanken, sind aber total wichtig, wenn du abnehmen möchtest.

 

Bist du schon einmal nachts mit rasendem Herzen aus einem Alptraum aufgewacht? Gedanken steuern unseren Stoffwechsel. Wenn du nachts einen Alptraum hast, dann werden Stresshormone ausgeschüttet und dein Puls steigt. Eigentlich ist nicht passiert, du liegst in deinem Bett und schläfst. Es gibt keinen Grund für einen hohen Puls. Aber weil du in deinen Gedanken im Traum eine bedrohliche Situation erlebst, steigt dein Puls eben doch. Dieses Beispiel zeigt dir, welche Macht deine Gedanken über deinen Körper haben.

 

Deshalb solltest du dir deine Gedanken bewusst machen. Werde mit ihnen vertraut. Freunde dich mit ihnen an. Sie sind sowieso da, also musst du ihnen nicht feindlich gegenüber stehen. Mache eine Bestandsaufnahme.

 

Wenn du deine blockierenden Gedanken kennengelernt hast, kannst du im zweiten Schritt überprüfen, ob das überhaupt wahr ist, was du da denkst, und ob es dir hilft. Wie geht es dir mit diesen Überzeugungen? Du kannst nach und nach eine positivere Sicht auf dich und deinen Körper entwickeln. Heute geht es erstmal darum, dass du dir deiner negativen Gedanken bewusster wirst.

Wie kann ich meine unbewussten Gedanken besser kennen lernen?

Hast du Lust auf eine kleine Reise in deine Gedankenwelt? Mit den folgenden Übungen kannst du dir deiner Gedanken bewusster werden. Hol dir Papier und Stift. Nimm dir etwas Zeit, in der du nicht gestört wirst. Es ist wichtig, die Übungen schriftlich zu machen, damit dir deine Antworten wirklich bewusst werden. Du musst nicht alle Übungen machen. Such dir die heraus, die dich spontan ansprechen.

 

Übung 1

  • Warum willst du abnehmen? Schreibe alles auf, was dir einfällt.
  • Was erhoffst du dir davon schlanker zu sein? Schreibe es auf.
  • Wenn dir nichts mehr einfällt, lies deine Liste noch einmal in Ruhe durch. Glaubst du, dass du durchs Abnehmen das bekommst, was du möchtest? Wie geht es dir, wenn du diese Sätze liest?

Übung 2

  • Nimm dir ein Foto von dir zur Hand. Mal dir eine Frauenfigur auf ein Blatt oder druck dir das Arbeitsblatt weiter unten aus. Markiere alle Körperteile, mit denen zu nicht zufrieden bist. Wenn du beispielsweise deinen Bauch nicht magst, dann mach dort ein Kreuz. Schreibe eine Liste, was es genau ist, was du an deinem Körper kritisierst. Ich hätte früher über meinen Bauch geschrieben: Mein Bauch ist zu dick. Er ist zu schwabbelig. Man sollte die Muskeln sehen. Er sollte straffer sein.
  • Lies die Liste durch. Wie geht es dir, wenn du diese Gedanken über deinen Körper glaubst? Fühlst du dich eher wohl oder bist du eher gestresst, wenn du das liest? Glaubst du, dass du dich realistisch siehst?
  • Erzähl einem Freund oder eine Freundin von dieser Übung und frag sie, wie sie dich sehen. Haben sie die gleiche Einschätzung oder ist sie positiver oder negativer? Wie war es, von dieser Übung zu erzählen?

Übung 3

  • Was denkst du über Essen und Diäten? Mache eine Liste. Ich dachte früher beispielsweise: Ich sollte nicht so viel essen. Ich sollte mich besser beherrschen können.
  • Lies die Sätze in Ruhe durch. Schließe die Augen. Spüre in deinen Körper hinein. Welches Gefühl entsteht in deinem Körper, wenn du deine Liste liest?

Das Wichtige bei diesen Übungen ist, dass du dir Ruhe und Zeit nimmst, damit du etwas Neues über dich erfahren kannst. Wenn du dauerhaft abnehmen möchtest, dann hast du es nicht eilig.

 

Bevor du startest, habe ich noch eine Bitte an dich: Wenn du dir negativer Gedanken bewusst wirst, verurteile dich nicht dafür. Niemand kann seine Gedanken einfach abstellen. Es geht in diesen Übungen darum, Ursache und Wirkung, nämlich Gedanke und Reaktion kennen zu lernen. Nicht mehr und nicht weniger. Du musst nicht alles glauben, was du denkst. Nun geht es los! Du kannst dir ganz bequem das Arbeitsblatt herunterladen und ausdrucken.

 

Was hast du herausgefunden? Ich bin total neugierig. Wenn du magst, schreib es mir in einen Kommentar oder erzähl mir in einer Nachricht davon.

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Kommentare: 1
  • #1

    Ute (Mittwoch, 17 Oktober 2018 09:44)

    Ich habe mich auf die neue Übung gefreut und war neugieig, was kommt. Erstmals habe ich mich sofort an die Arbeit gemacht. Aber zu Tag 2 ist mir nach wie vor nichts eingefallen. In diesem Feld macht der Cursor nur mit Mühe, was ich will.
    Danke für Deine Anregungen und die Arbeit, die Du investierst.