Essgewohnheiten ändern (2/2): Glaubenssätze untersuchen mit The Work of Byron Katie

Wenn du deine Essgewohnheiten dauerhaft ändern möchtest, dann musst du dich mit deiner „unbewussten Programmierung“ auseinandersetzen. Denn dein Essverhalten wird von deinem Unbewussten gesteuert.

 

Wenn du deine Glaubenssätze veränderst, veränderst du auch dein Essverhalten. Hier lernst du, wie du das mit der Methode The Work of Byron Katie machen kannst. Du kannst den Artikel lesen oder dir das Video anschauen (der Inhalt ist gleich):

Deine Essgewohnheiten zu ändern ist nicht leicht

Wenn du dein Essverhalten dauerhaft ändern möchtest, dann hast du dir keine einfache Aufgabe ausgesucht. Vielleicht ist das eine Aufgabe, die du so einfach nicht lösen kannst. Vielleicht musst du dafür erst etwas dazulernen. Das ist eine gute Gelegenheit, dich weiter zu entwickeln und zu wachsen.

 

Dabei möchte ich dich unterstützen. Ich erkläre dir, wie du deine Glaubenssätze mit der Methode The Work of Byron Katie untersuchen kannst und wie dir das dabei hilft, dein Essverhalten zu verändern.

Wer steuert dein Essverhalten?

Warum ist es so schwer, dein Essverhalten zu ändern? Weil es größtenteils unbewusst gesteuert wird. Wir glauben gerne, dass wir alles unter Kontrolle haben, aber so ist es nicht. Die psychologische Forschung zeigt immer mehr, wie groß der unbewusste Anteil an unserem Verhalten ist. Über 90% deiner Entscheidungen werden unbewusst getroffen.

 

Du merkst das auch selbst: Denn wenn du einfach nur bewusst entscheiden müsstest, jetzt anders zu essen, dann würdest du es einfach tun und wärst fertig.

 

Du hast wahrscheinlich schon festgestellt, dass das auf Dauer nicht funktioniert. Auf unerklärliche Weise verhältst du dich immer wieder anders, als du dir vorgenommen hast. Das ist nicht deine Schuld. Das ist ganz normal.

Setz dich mit deinen Glaubenssätzen auseinander, wenn du deine Essgewohnheiten ändern willst.

Wir alle verhalten uns aufgrund von unseren Glaubenssätzen. Ein Glaubenssatz ist einfach ein Gedanke, den du denkst und für wahr hältst.

 

Wenn ich glaube „Ich schaffe das nicht“, dann verhalte ich mich ganz anders als jemand, der glaubt: „Ich schaffe das“. Diese Glaubenssätze kannst du dir vorstellen wie deine Programmierung. Du kannst mit deinem Programm eine ganze Menge machen, aber es setzt dir auch Grenzen. In der Regel schaffen wir nur die Dinge, die wir für möglich halten. Wenn ich also glaube „Ich schaffe das nicht“, dann schaffe ich es wahrscheinlich tatsächlich nicht. Dann ist mir da eine Grenze gesetzt.

 

Wenn du dein Essverhalten ändern möchtest, dann lohnt es sich, dass du dir anschaust, wie du zum Thema Essen eigentlich programmiert bist. Manche dieser Glaubenssätze sind dir bewusst, und viele sind dir nicht bewusst.

 

Wenn sie momentan unbewusst sind, dann muss das nicht so bleiben. Du kannst mit dem Licht deines Bewusstseins in die dunkelsten Ecken leuchten und diese Glaubenssätze ans Tageslicht holen. Die Anleitung findest du hier: Essgewohnheiten ändern (1/2): Lerne deinen inneren Dialog kennen.

Wie sehen Glaubenssätze zum Thema Essen und Abnehmen aus?

Hier sind ein paar Beispiele, die ich von meinen Klientinnen und von mir kenne:

  • Zucker macht krank.
  • Zucker macht süchtig.
  • Süßigkeiten trösten mich.
  • Abnehmen ist eine Frage der Disziplin.
  • Ich sollte weniger essen.
  • Mein Bauch ist zu dick.
  • Wenn ich schlank wäre, würde ich mich wohler fühlen.
  • Ich will abnehmen

Bevor wir zum praktischen Teil kommen, lass uns kurz über „positive“ und „negative“ Gedanken sprechen. Die Frage bekomme ich oft von Klientinnen: Der Gedanke „Ich will abnehmen“ ist doch positiv. Der motiviert mich und gibt mir Hoffnung. Wieso soll ich den denn untersuchen?

 

Bevor du einen Gedanken als positiv oder negativ bewertest, spüre wirklich, wie es sich anfühlt, wenn du ihn glaubst. Wie fühlt es sich an, wenn du glaubst „Ich will abnehmen“ und du nimmst aber nicht ab?

 

Wenn ich da hineinspüre, dann stresst mich dieser Satz. Dann merke ich wie meine Brust eng wird und wie ich einen Kloß im Bauch habe. Wie ich traurig werde.

 

Manche Gedanken, die wir für positiv halten, stressen uns. Andere Gedanken, die negativ klingen mögen, können sich als total positiv, als ein richtiges Geschenk, entpuppen. Ich lade dich dazu ein, dafür offen zu sein und diese schnellen Bewertungen als positiv oder negativ zu hinterfragen.

 

Du hast einen Körper, der dir jederzeit sagt, was für dich stimmig ist und was nicht. Nutze ihn. Spüre in deinen Körper hinein.

Abnehmen ist eine Frage der Disziplin - ist das wahr?

Wir untersuchen den Glaubenssatz „Abnehmen ist eine Frage der Disziplin.“ Im Video zeige ich dir ab Minute 6:15, wie ich diesen Glaubenssatz mit der Methode The Work of Byron Katie untersuche. Schau es dir an und mache direkt mit! Hier kommst du zum Video, direkt zu Minute 6:15:

Wenn du diese Methode ausprobierst, mache das mit Offenheit und Neugier. Der Prozess ist nicht dazu da, irgendein Ziel zu erreichen, außer dich näher zu dir und zu deiner eigenen Wahrheit zu bringen. Das funktioniert am besten, wenn du offen und neugierig dafür bist, was du an Antworten findest.

 

Meine Erfahrung aus meinem Leben und mit meinen Klientinnen ist, dass diese Arbeit dazu führt, sich entspannter und friedlicher zu fühlen. Das Schöne ist, dass dann von ganz alleine andere Verhaltensweisen auftauchen.

 

Es kann sich wie ein Wunder anfühlen, wenn du plötzlich feststellst, dass du gar nicht mehr solche Lust zu naschen hast. Und dass du es viel mehr genießt, wenn du nascht. Es ist aber kein Wunder, weil du mit dieser Arbeit deine Programmierung überprüfst und anpasst. Das ändert dann ganz selbstverständlich dein Verhalten.

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